Besuch einer Zeitzeugin

Die 4b und 4g bekamen im Rahmen des Geschichteunterrichts Besuch von Frau ERIKA KOSNAR. Die rüstige 88-jährige Wienerin wurde 1932 geboren. Ihre Großeltern väterlicherseits waren Juden. Das kleine Mädchen musste den Judenstern tragen und die Schule verlassen. „Eines Tages kam die Lehrerin herein und meinte, ich soll aus dem Klassenzimmer rausgehen, ich wäre nicht würdig, mit arischen Kindern unterrichtet zu werden.“ Ihre mutige Mutter regelte das tägliche Leben und verweigerte die Trennung von ihrem Ehemann. Frau Kosnar und ihre Eltern überlebten den Krieg. Seit vielen Jahren be-sucht Frau Kosnar nun Schulen und erzählt aus ihrem Leben. Sie ist eine der letzten Zeitzeuginnen, die durch die Organisation erinnern.at an Schulen vermitteln werden. Die Schülerinnen und Schüler unserer 4. Klassen waren aufmerksame ZuhörerInnen und stellten viele interessanten Fragen.

Ebenfalls im GSP Unterricht wurde der Workshop „Bildung gegen Vorurteile/Rassimus“ finanziert durch die Parlamentsdirektion angeboten. Anhand von Biografien aus der NS-Zeit wurden die verschiedenen Rollen: Täter, Opfer, Kollaborateur, Mitwisser untersucht und die Frage nach Mitverantwortung gestellt.