LEBEN, ÜBERLEBEN, WEITER LEBEN

Ein „oral history“ Theaterprojekt der 6A

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Am 27. Jänner vor 74 Jahren wurde das NS-Vernichtungslager Auschwitz befreit. Alljährlich finden viele Veranstaltungen rund um dieses Datum statt. Auch wir haben es zum Anlass genommen ein besonderes Projekt in unserer Schule zu starten.

Die Schülerinnen und Schüler der 6A haben sich im Geschichteunterricht mit Biografien von Zeitzeugeninnen und Zeitzeugen auseinandergesetzt. Dabei sollte deren Lebenssituation vor Hitlers Machtergreifung und ihre „Überlebensstrategien“ während der NS- Zeit recherchiert werden. Aber auch der Frage, wie ihr Leben nach den traumatisierenden Kindheitserfahrungen weiterging, sollte dabei gestellt werden.

So unterschiedlich diese Biografien sind, so unterschiedlich ist auch das für die Recherche zur Verfügung stehende Quellenmaterial: gefilmte Zeitzeugeninterviews, Radioreportagen, Artikel, Romanbiografien, Spielfilme, eine Ausstellung im neuen Haus der Geschichte, Dokumentationsmappen der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und Text- bzw. Bildmaterialien von erinnern.at, dem Institut für Holocaust Education des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Aus dem gesammelten Material wurde in Partnerarbeiten eine Portfoliomappe erstellt, die aus verschiedenen Texten (Biografie, kreativer Text, Zitatensammlung, Bildmaterial, Requisitensuche, Reflexion und Arbeitsprotokoll) besteht. Diese Mappe bildet die Basis für die szenische Umsetzung in einem 3x3-stündigen Workshop mit der Theaterpädagogin Johanna Jonasch.  Möglich ist dieser Workshop durch die Finanzierung durch den

Nationalfonds der Republik Österreichs für die Opfer des Nationalsozialismus

Durch diese Projektarbeit soll versucht werden, die Shoah zu entanonymisieren und die persönliche Lebenssituation von jungen Menschen während der NS-Diktatur zu zeigen. Auch auf die Frage, die sich manche heute in diesem Zusammenhang stellen: Was hat das alles mit mir zu tun? sollen Antworten gefunden werden.

Anfang März werden die SchülerInnen unserer 4. Klassen (kurz vor dem Besuch der Gedenkstätte Mauthausen) die Möglichkeit haben, diese Performance in der Pausenhalle zu sehen. Geplant ist auch ein Abend mit den Eltern, an dem die Theaterarbeit vorgestellt werden soll und es Zeit für Information und Diskussion geben wird.

Mag. Susanna Lamp-Pertl